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Das Lichtlein, Lektüre aus Russland
Heft, 24 Seiten, A5
mit fünf schwarz/weiß-Zeichnungen von Clemens Michels
ISBN 978-3-939240-32-7

Es war zur Zeit der Leibeigenschaft, als die Gutsherren noch die Macht hatten. Unter ihnen gab es verschiedene Leute. Es gab solche, die an Gott und ihre Sterbestunde dachten, und diese hatten mit den Menschen Mitleid. Es gab aber auch solche, die wie Hunde waren, - die Toten werden uns das harte Wort verzeihen -. Es war aber niemand so schlimm, wie die Gutsverwalter, die selbst einmal Leibeigene gewesen, aus dem Staubes geboren und plötzlich groß geworden waren. Und diese machten den Bauern das Leben besonders schwer.

Auf einem Gutshof lebte so ein Verwalter. Die Leibeigenen waren Fronarbeiter. Das Land war sehr gut und der Besitz war groß; Wasser, Wiesen, Wälder - von allem war genug da. Es hätte für alle gereicht, für den Herrn wie für den Bauern. Aber der Gutsherr setzte einen Leibeigenen aus einer anderen Besitzung zum Verwalter des Gutes ein. Als der Verwalter die Macht bekam, setzte er den Bauern sehr zu...